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Liposuktion in Tumeszenz-Lokalanästhesie (Fettabsaugung unter örtlicher Betäubung)
Die Fettabsaugung in Tumeszenzlokalanästhesie ist die allgemein verbreitete Methode der Liposuktion. Mit
derselben Methode werden bei übermäßigem Schwitzen auch Schweißzellen unter den Achseln abgesaugt.
Zudem ist diese schonende Methode auch bei Lipödemen geeignet.
Um die überschüssigen Fettzellen gleichmäßig und möglichst schonend entfernen zu können,
wird zu Beginn der Behandlung das Fettgewebe aufgeweicht: Das bewirkt die Tumeszenzflüssigkeit, die in die
betroffenen Hautregionen eingebracht wird. „Tumeszenz” kommt von lateinisch tumescere – anschwellen. Nachdem
die Flüssigkeit eingebracht worden ist, sieht die entsprechende Haut tatsächlich aus wie angeschwollen.
Vorteile der Tumeszenzmethode
Andere Fettabsaugungsmethoden zerstören das Fettgewebe zum Beispiel mit Ultraschallenergie oder Hochfrequenzstrom.
Eine groß angelegte Studie des Dermatologen Hanke (1994) hat gezeigt, dass die Tumeszenzmethode eine deutlich
niedrigere Komplikationsrate hat als alle anderen (damals bekannten) Vorgehensweisen. Das umliegende Gewebe wird
bestmöglich geschont.
Die Lokalanästhesie
Die Tumeszenzflüssigkeit enthält zudem örtliche Betäubungsmittel, die sich großflächig im Behandlungsgebiet verteilen, deshalb
„Lokalanästhesie”. Das erspart die Vollnarkose und schont somit den Organismus, das Gewebe wird beruhigt und
der Patient kann bereits während der Behandlung aufstehen. Der Vorteil: Im Stehen sind Reste von Fettdepots
erkennbar, die man in liegender Position nicht sieht. Die örtliche Betäubung hilft so, das kosmetische
Ergebnis zu optimieren.
Risiken der Liposuktion
Die Tumeszenz-Liposuktion schont das Gewebe, Nerven oder größere Blutgefäße werden kaum verletzt.
Dennoch kann es in seltenen Ausnahmefällen zu Infektionen kommen.
Nach der Behandlung können sich sehr selten Serome bilden, das sind mit Lymphflüssigkeit gefüllte
Hohlräume, die aber problemlos über eine feine Nadel entleert werden können. Noch seltener sind Nekrosen
(abgestorbene Haut).
Liposuktion unter den Achseln
Mit Liposuktion lassen sich nicht nur lästige Fettpölsterchen dauerhaft entfernen. Bei vermehrtem
Achselschweiß werden statt der Fettzellen die näher an der Hautoberfläche liegenden Schweißzellen
abgesaugt.
Vor der Behandlung wird ein so genannter Jod-Stärke-Test durchgeführt, er zeigt die besonders betroffenen
Gebiete an. Außerdem werden Fragen wie Vorerkrankungen oder Allergien abgeklärt, um mögliche
Operationsrisiken weitgehend auszuschließen.
Für die Absaugung wird eine verdünnte Lokalanästhesie-Lösung ganz flach unter die Haut gespritzt.
Sie enthält Medikamente, die Entzündungen, Schmerzen und Blutungen unterdrücken und die
Schweißzellen aus dem Gewebe lösen. Anschließend werden die überaktiven Schweißzellen mit
einer Art „Nadel” abgesaugt. Sie bilden sich nicht mehr neu.
Beim Absaugen entstehen feine „Tunnels” im Gewebe, die sich in der Heilungsphase nach der Operation zusammenziehen
wollen; bei der Fettabsaugung ist dies erwünscht, bei der Achselschweißbehandlung nicht. Wichtig ist
deshalb, die Achseln regelmäßig zu strecken, damit es nicht zu Verwachsungen kommt.
Weiterführende Links
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Liposuktion mit Tumeszenz
Vibrationslipektomie
Laserlipolyse
Ultraschall-Fettabsaugung
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